Donnerstag, 18. Oktober 2007

Nachrichten

Zwar wird die heute durch Israels Armeeschef Ashkenazi vorgetragene Tadelung von Brigadier-General Yair Golan als begrüßenswert eingestuft, jedoch wage ich zu bezweifeln das sich an der grundsätzlichen Ausrichtung der IDF in der Westbank etwas ändert. Seitdem Yair Golan im Juli aus der Westbank abgelöst wurde fanden sicherlich weniger poltisisierende Aktionen statt und gerade letzte Woche wandte sich der Siedlerrat mit einem dramatischen Brief an die Öffentlichkeit, was auf ein verändertes Verhalten der IDF gegen die Siedlerschaft hinweisen würde. Allerdings ist die Signalwirkung [einen bereits abgelösten Brigade-General, den man doch bereits vorher latent im internen Ränkespiel der IDF gängelte -"Naveh, whose relationship with his subordinates in ordinary times cannot be described as a great love story, gave Golan his full backing. But the division commander's colleagues are saying that higher up in the hierarchy, the defense minister and the chief of staff vanished from the picture and left Golan alone."- wegen Operations-Praktiken zu tadeln sehr suspekt. Nicht weil die Realität nicht durch solche Schritte verdrängt werden kann. Auch nicht wegen der festgefahrenen Einsatzfelder. Sondern weil vermutet werden muß das die vielfältigen Anstrengungen der Ashkenazi-Barak connection die moralische Grundausrichtung der Truppe von "schlecht operierender Polizeitruppe" in "gut operierende Kampfverbände" zu restaurieren mit solchen Mitteln nicht durchzuführen ist. Sollte man in Kürze doch in den Gazastreifen einrücken würde sich wenig an den Praktiken ändern. Golan wurde im Übrigen eher bekannt, weil er gerne und ausführlich die Bombardements auf zivile Einrichtungen im Libanonkrieg rechtfertigte: Die Hezbollah würde sich einer Bodenoffensive entgegenstellen und insofern habe man die Berechtigung das "Hinterland" zu bombardieren. Was ich hingegen besonders Schade finde ist das solche Tribunale gegen unliebsame Generäle von den eigentlich anstehenden Prozessen wegen zB dem Streubombenabwurf auf libanesisches Gebiet unwahrscheinlicher werden lassen.

Zelekha-Affaire: Kurz nachdem Attorney General Menachem Mazuz den State Comptroller Micha Lindenstrauss aufforderte seine Entscheidung die Position Yaron Zelekhas zu schützen aufzuheben antwortet dieser das eine Entscheidung über einen Vorschlag über das weitere Vorgehen in der Sache am 15. November veröffentlicht werden würde. [Falls heute abend am Nachthimmel ein unbekanntes Objekt gesichtet wurde: Es war die herausgestreckte Zunge von Lindenstrauss]

Netanjahu Punktsieger: A majority of Knesset members signed a petition this week calling for Jerusalem to remain undivided in a move that could tie the hands of Prime Minister Ehud Olmert in his negotiations with Palestinian Authority President Mahmoud Abbas ahead of the Annapolis summit. [Nicht das damit einem parlamentarischen Voting über Verhandlungsergebnisse in Annapolis vorgegriffen wird. Aber durchaus eine lustige Vorstellung: Olmert kehrt zurück und sein Parlament verweigert ihm die Ratifizierung.] Eine weitere Baustelle ist der anhaltende Streik der Secondary-Teacher [muß man sich mal hier vorstellen] und die nächsten kündigen ihn an: The union of senior academic professionals on Thursday announced that university professors would begin striking on Sunday after negotiations with the Treasury and the Education Ministry over a new wage agreement failed to yield results.

Der Arme tut mir fast schon Leid: "The United Nations said Thursday action would be taken against the interpreter responsible for an erroneous report that Syria has a nuclear facility." Da wird so viel gelogen und betrogen und so ein kleiner Übersetzer der wird gehängt, während die Top-Lügner laufen gelassen werden.

Rice meets Abdullah. Olmert visits Putin.

Westfront: Nachdem gestrigen Tod eines israelsichen Soldaten erscheinen zwar keine größeren politischen Stellungnahmen, jedoch dieses erstaunliche Produkt: An Israeli military source said on Thursday that Hamas' military groups have developed their fighting abilities to the extent that they no longer fear countering Israeli forces, according to the Israeli daily newspaper, Maariv. The newspaper quoted the sources as saying that the development of Hamas' fighting abilities was evident in the recent clashes in Khan Younis in the southern Gaza Strip. Hamas' armed cells are well-equipped and possess anti-tank missiles enabling them to launch attacks against Israeli forces, the sources added. The high-ranking Israeli military source explained that Hamas imitates Hezbollah's fighting tactics, which makes a large-scale ground invasion into the Gaza Strip inevitable. Desweiteren sollen kleinere IDF-Verbände im al-Maghazi-Flüchtlingslager operieren, wird von vorbereitenden Maßnahmen der IDf berichtet einen Sicherheitskorridor in der Grenzzone zu schaffen [bis zu 25000 Oliven- und Fruchtbäume planiert, Infrastruktur zerstört].

Noch ein editorial: "Did Rice say her farewell prayers in Bethlehem?"

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