Montag, 22. Oktober 2007

Gefängsnissrevolte in Ketziot

Bei einer Durchsuchungsaktion gegen Schmuggelware im berüchtigten "Ansar-III" [nach Inhaftierungslagern während der Libanon-Feldzüge benannt], dem im Jahr 2002 wieder eröffneten Zelt-Lager in Ketziot, Negev-Wüste, dessen reguläres Fassungsvermögen an die 7000 Gefangene beträgt [nach israelischen Angaben sollen derzeit 2200 Palästinenser durt untergrebacht sein] kommt es zu schweren Ausschreitungen, die mit der üblichen Gewalt niedergeschlagen werden. Die Angaben über Verletzte differieren stark. Fünfzehn Wärter sollen leicht verletzt worden sein, während die israelische Angabe über verletzte Häftlinge bei einem Schwerverletzten und vierzehn Leichtverletzten liegt sprechen palästinensische Quellen von zweihundertundfünzig Verletzten. [die Israelis zählen Leute mit Tränengas-Vergiftungen nicht mit.] Ketziot war während der ersten Intifada ein Zankapfel mit UN und USA, da die rechtlich teilweise sehr fragliche Inhaftierung [Administrationshaft] und die Verbringung in fremdes Territorium definitiv nicht den Vorgaben der Genver Konvention entspricht. Die Wiedereröffnung sorgte vor allem bei den Amerikanern unter Bush nicht für Dissonanzen mit den Israelis, schließlich gilt das Projekt Guantanamo zu Recht als geistiger Ableger der verschiedenen israelischen Praktiken. Neben der üblichen schlechten sanitären Situation, den wenig menschenfreundlichen Praktiken der israelischen Wachleute, Foltermaßnahmen sorgt das Wüstenklima für einen extremen Aufenthalt. Zusätzlich sorgten ab 2002 verschiedene rechtlich fragliche "Dekrete" unter Sharon für Willkür, wie eine Verhaftung über Wochen ohne das Recht einen rechtlichen Anwalt zu konsultieren. Andere Maßnahmen wie das strategische Entleeren von Gefängnissen wie Naftha von israelischen Kriminellen um mehr Platz für Palästinenser zu haben hat so manches Kleinkriminellenleben wieder auferstehen lassen.

In Rafah brechen erneut Kämpfe zwischen der Hamas und dem Islamic Jihad aus, wobei der Auslöser sehr unklar ist. Derzeit liegt die toll bei 3 Toten und 38 Verletzten, darunter auch Zivilisten. In einem von der Hamas als roadside-bomb beschriebenen Vorfall explodiert an der Küste der Inhalt eines Hamas-Fahrzeugs und verletzt drei Hamasniks. Aus dem Gazastreifen werden heute bislang sechs Qassam-Raktenabschüsse gemeldet. Die israelsiche Artillerie schießt mehrfach zurück. Ein Fatah-Anhänger verstirbt an Wunden, die er sich bei einem "Polizeieinsatz" Ende September bei einer der Freitagsdemonstrationen zugezogen hat. Die Fatah selbst beschießt den Grenzposten Kissufim.

In der Westbank wird eine vermißt gemeldete Frau in Qalkillia tot aufgefunden [Ehrenmodverdächtig]. Im selben Ort wird ein 6-jähriger [mutmaßlich Familienstreit] entführt und eine Lösegeldforderung von 600 000 US$ erhoben. Aus verschiedenen Städten werden Militäraktionen der IDF vermeldet, 4 Verhaftungen getätigt und ansonsten benimmt man sich wie ein marodierender Sauhaufen.

France wants Israel to be creative and make "some gestures" in negotiations with the Palestinians, President Nicolas Sarkozy told the Prime Minister Ehud Olmert on Monday. The two leaders also discussed Iran's nuclear program and a US-hosted Middle east peace conference expected to take place in Annapolis, Maryland, in November or December. + Prime Minister Ehud Olmert has informed Attorney General Menachem Mazuz that he intends to present any joint declaration formulated with the Palestinians to the Knesset for approval, Haaretz learned on Monday. The prime minister told the attorney general in a letter that "Every document which expresses Israeli commitment to a significant political-military matter... will be brought before the Knesset... in accordance with the accepted practice of the State of Israel and as the government of Israel has been doing for generations with regard to significant political documents." Während The International Fellowship of Christians and Jews ein Kopfgeld in Höhe von 10 000 US$ für jeden iranisichen Juden auslobt... damit er auswandere wird Ahmanidejad pampiger und pampiger. Die Türken bereiten sich auf eine Eskalation vor. Admiral Mike Mullen gibt ein Interview.

Innenpolitischer Kommentar: As yet another reminder of the weakness and unpopularity of our current government, the senior university lecturers have gone on strike. Why not attempt to hop on to the bandwagon of the general bemoaning of the quality of our educational system, the disturbing evidence of a "brain-drain" from our universities, and the ongoing high school teachers strike? Und ein special über Suki Lahav.

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